Donnerstag, 29. Oktober 2009

Paris, je t'aime

Bonjour tout le monde!
Das letztes Wochenende habe ich mit Clémence zusammen in Paris verbracht. Da sie Samstagvormittag noch Unterricht hatte konnte ich ausschlafen und in Ruhe meine Sachen packen, um dann am späten Nachmittag in Le Mans in den Zug zu steigen. Nach zwei Stunden waren wir dann am Bahnhof Paris-Montparnasse angekommen und nahmen die Métro um zu einer Verwandten der Familie zu
fahren. Diese Verwandte hiess Geneviève und wohnte in einem Hochhaus in der ersten Etage. Dort wurden wir herzlich begrüsst und assen zu dritt Abendbrot. Danach ging es ins Theater und zwar in die comédie française, ein kleines, aber sehr edles Theater, wo wir das deutsche Stück figaro divorce (Figaros Scheidung) anguckten. Natürlich war es auf französisch, aber ich habe trotzdem relativ viel verstanden und es hat uns allen sehr gefallen. Nach dem Theater machten wir noch einen nächtlichen Spaziergang durch Paris und konnten sehr gut die Schaufenster der teuren Läden betrachten. Um eins waren wir dann wieder bei der Wohnung und fielen tot ins Bett. Am nächsten Morgen wurden Clémence und ich dann schon um acht von Geneviève geweckt, aber das war nicht weiter schlimm, weil in der Nacht ja die Zeit umgestellt wurde. Wir frühstückten dann schnell, packten unsere Sachen und wurden von Geneviève zu anderen Verwandten von der Familie Joly gebracht. Es war ein älteres Ehepaar, der Mann war der Bruder von Clémences Opa (Michel), die sehr nett waren, beide Michel(le) hiessen und auch grade ihre kleine Enkelin zu Besuch hatten. Wir redeten eine Weile und dann machten Clémence und ich uns auf den Weg um die grosse Stadt zu erkunden. Natürlich nahmen wir wieder die Métro (anders kann man in Paris auch nicht von A nach B kommen) und fuhren zur Notre-Dame und besichtigten sie. Danach gingen wir weiter zum Rathaus, was nicht weit ist, bummelten durch die kleinen Strassen und kauften Postkarten und weitere Souvenirs. Danach nahmen wir wieder die Métro um zum Louvre zu fahren. Dort assen wir dann ein Sandwich zu Mittag und besuchten die grosse Kunstausstellung. Ich habe auch die Mona Lisa gesehen und nette Fotos gemacht. Nach dem Museum waren wir ziemlich kaputt und meine Füsse taten auch schon ein wenig weh, aber da wir nur vier Tage in Paris waren ging es gleich weiter mit dem Eiffelturm. Ich fühlte mich etwas verloren als wir darunter standen, er ist wirklich gross! Es war sehr beeindruckend und ich habe wieder wunderschöne Fotos gemacht. Wir sind dann aber nicht auf den Turm raufgefahren, da es eine riesige Schlange gab und wir keine Lust hatten zwei Stunden zu warten. Stattdessen gingen wir zu Fuss zum grossen und kleinen Palast, die sich beide am Ufer der Seine befinden und genau gegenüber liegen. Auch hier besichtigten wir die Gebäude nur von aussen, da wir nicht mehr sehr viel Zeit hatten und noch in einer Bäckerrei einen Kuchen für das Abendessen kaufen wollten. Das hatten wir dann erledigt und fuhren mit der Métro zu den Michels zurück. Nach einem mal wieder sehr guten Abendbrot schlugen die Michels vor am Abend noch mit dem bateau mouche eine Rundfahrt auf der Seine zu machen. Wir waren alle begeistert und machten uns um halb zehn auf den Weg. Die Rundfahrt war wirklich toll, man konnte sehr gut das nächtlich beleuchtete Paris bewundern und auch der Eiffelturm war nett anzusehen. Montagmorgen schliefen wir dann ein bisschen länger, der Sonntag war etwas anstrengend gewesen, aber nach dem Frühstück gingen Clémence und ich gleich wieder in die Stadt. Zuerst machten wir einen Spaziergang an der Seine und durchquerten den Jardin des Plantes und gingen dann durch einige hübsche Viertel zu den Galeries Lafayette. Die Galeries Lafayette sind ein grosses Einkaufszentrum, wo sämtliche teure Marken wie Gucci, Dolce&Gabbana, Prada, Chanel und weitere ihre Sachen anboten und es war sehr amüsant sich vorzustellen was man sich alles kaufen würde, wenn man viel Geld hätte. Danach ging es weiter mit den Printemps, auch ein Einkaufszentrum mit teuren Marken und einigen grossen Einkaufsstrassen wo ich dann auch das eine oder andere Teil kaufte. Zwischendurch ruhten wir uns in Cafés aus und beobachteten die vielen Touristen die bei dem guten Wetter Paris besichtigten. Am frühen Abend machten wir uns auf den Heimweg und hatten ein paar Stunden zum Ausruhen, Lesen... Nach dem Abendbrot machten wir dann einen kleinen Rundgang mit Michelle (der Frau) und der Enkelin Daphné durch das Viertel indem sie wohnten. Dienstagmorgen ging es wieder früh los, wir packten schon morgens unsere Koffer und machten uns ein letztes Mal mit der Métro auf den Weg ins Zentrum. Dort besichtigten wir dann die Champs-Elysées mit den ganzen teuren Läden, den Arc de Triomphe und einen Platz mit Schmuckläden, die man nur betreten durfte wenn man sehr teuer gekleidet war oder schon Stammkunde war. Also guckten wir uns nur die Schaufenster an, die auch viel zu bieten hatten :) Auf dem Heimweg zu den Michels machten wir Halt bei einem weiteren Einkaufszentrum, das ein wenig dem Herold-Center ähnelte. Dann holten wir unsere Koffer ab und fuhren wieder zum Gare-Montparnasse, wo unser Zug nach Le Mans fuhr.
Jetzt geniesse ich noch eine nette Ferienwoche zuhause und packe auch bald wieder meine Koffer um zurück nach Deutschland zu fahren! Insgesamt war meine Zeit hier in Frankreich sehr schön, ich habe einen grossen Fortschritt in der Sprache gemacht, so viele nette Leute kennen gelernt und wenn ich nochmal die Gelegenheit bekommen würde würde ich den Austausch auf jeden Fall wiederholen :)

Vor Notre-Dame


Mona Lisa (La Joconde)


Eingangs des Louvre


La Tour Eiffel


Moi, devant la tour Eiffel (Ich vor dem Eiffelturm)


Nächtlich beleuchteter Eiffelturm


Kuppel der Galeries Lafayette


Arc de Triomphe


Auf einer Brücke der Seine

Samstag, 10. Oktober 2009

Nouvelles de la France

Hallo alle zusammen!
Ich dachte jetzt ist es langsam mal wieder an der Zeit einen kleinen Eintrag zu schreiben ;) Die neuste Neuigkeit ist wohl, dass Oma und Opa Meier und Elli und Erwin Dunkelmann mich am letzten Septemberwochenende besuchen gekommen sind. Es war schön mal wieder Bekannte zu treffen, aber manchmal auch sehr ungewohnt alles übersetzen zu müssen. Ansonsten gehts mir hier in Frankreich immer noch gut und im ganzen hat sich nicht viel verändert. Nach 6 Wochen Schule hab ich mich schon einigermassen eingewöhnt und hab jetzt auch Kontakt mit den anderen Mitschülern, die alle älter sind als ich, ungefähr 17-18 Jahre. Der Unterricht ist inzwischen etwas langweilig geworden, ich verstehe zwar immer mehr, aber die Themen sind fast alle ein bisschen zu anspruchsvoll und dadurch mache ich in den Stunden Arbeitsaufträge aus Deutschland, die natürlich auch irgendwann fertig sind. Aber trotz der Langeweile während des Unterrichts gefällt mir die Schule sehr gut, das Mittagessen ist sehr lecker und man kann dann auch immer gut mit den anderen Deutschen reden, mit denen ich nicht in einer Klasse bin. Da Clémence meistens später Schluss hat als ich gehe ich nach Schulschluss mit Arne (er ist auch in Deutschland in meiner Klasse) in die Stadt zum Shoppen oder wir gucken bei "ihm" zuhause einen Film. Das ist aber auch so ziemlich die einzige Aktivität, die ich ausserhalb der Schule mache und dadurch ist das Leben hier doch etwas ruhiger als zuhause, da ich ja leider nicht einfach in die Stadt fahren kann um mich mit jemandem zu treffen. Dafür ist das Dorf eindeutig zu abgelegen. Auch schade finde ich, dass die Franzosen kein Treffen planen oder zum Beispiel einen Kinobesuch organisieren, obwohl wir in Deutschland ja sehr viel mit ihnen gemacht haben, wir haben uns mindestens einmal pro Woche mit allen "Austauschpaaren" getroffen und Touren nach Hamburg unternommen oder einen netten Grillabend gemacht. Dadurch habe ich vergleichsweise wenig Kontakt mit den anderen Franzosen. Sonst gefällt es mir echt super hier, ich geniesse die viele Freizeit und komme auch endlich mal dazu in Ruhe zu lesen ;) Ich hänge noch ein paar Fotos an, damit ihr seht, wie mein Leben hier so aussieht.


Ein Fenster in der Kathedrale von Le Mans


Alle Deutschen mit der Deutschlehrerin der Schule


Ein Gewitter, das bitter nötig gewesen ist ;)

Der (noch) leere Eingang zur Cantine

Ausblick aus dem Klassenzimmer

Opa vor einem schicken Schlitten im Automuseum von Le Mans

Erwin und Elli Dunkelmann und Opa und Oma Meier besuchen mich in Frankreich

Ein Teil der Altstadt von Le Mans

Ein typisches Mittagessen :)

Freitag, 4. September 2009

Mein erster Schultag

Heute habe ich endlich meinen ersten Schultag hier in Frankreich absolviert. Zwar war ich gestern (Do) auch schon im lycée, aber wir wurden nur von einer Deutschlehrerin in die Klassen eingeteilt und bekamen grobe Informationen. Heute morgen sollten wir uns dann um 11 Uhr vor der Kapelle des lycées mit dieser Deutschlehrerin treffen (,dass frueher ein Kloster war, deswegen die Kapelle), damit sie uns weitere allgemeine Sachen erklaeren konnte. Ich musste aber leider schon um 8 Uhr mit Clémence zur Schule fahren, da das Dorf zu abgelegen ist und man mit oeffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt nicht erreicht. Also verbrachte ich die 3 Stunden Wartezeit mit einer deutschen Freundin in Le Mans und in der Bibliothek des lycées. Von der Deutschlehrerin erfuhr ich dann, dass ich in der Klasse 702 bin, die eine Abschlussklasse ist, also im Fruehjahr ihr Abitur haben wird. Das ist natuerlich etwas schwer fuer mich, zum Glueck bin ich aber noch mit zwei anderen Deutschen in dieser Klasse, Arne (der auch in Deutschland in meiner Klasse ist) und Melanie (mit der ich am Morgen in Le Mans war). In der Mittagspause wagten wir 18 Deutschen uns das erste Mal in die sehr ueberfuellte Caféteria und es gab ein kleines Problem, wir hatten noch keine Essenskarten. Also mussten wir ca. 20 Minuten warten, bis dann der Verwaltung klar war, dass wir schon bezahlt hatten und uns Essen holen durften. Es ist alles sehr anders als in Deutschland, man bedient sich selber und es ist alles in allem komplizierter, besonders fuer einen Haufen verwirrter Deutsche, die nicht wissen wo was ist ;) Als wir dann unseren ersten Klassenraum gefunden hatten, begann die erste Unterrichtsstunde in Frankreich, Italienisch. Die Lehrerin hat uns sehr nett begruesst, uns aber auch gleich klar gemacht, dass die Schueler schon 3 Jahre Italienischunterricht hatten und wir eigentlich ziemlich fehl am Platze waren. Aber wir setzten uns mutig hin und mussten uns ziemlich anstrengen, um alles zu verstehen, was sie den Abiturienten auf Franzoesisch erklaerte und am Ende der Stunde besprachen wir, dass wir unseren Stundenplan ein wenig umaendern wuerden und somit mit den (soweit ich es verstanden habe) Anfaengern Italienisch haben. Es freut mich auf alle Faelle sehr eine neue Sprache lernen zu koennen! Danach mussten wir sehr schnell zu einem anderen Raum in einem anderen Gebaeude des lycées finden und wir kamen noch gerade rechtzeitig. Der Literaturlehrer, bei dem wir das naechste Fach hatten begruesste uns auch herzlich und fing nach ein paar einleitenden Saetzen auch gleich mit dem Unterricht an. Diese Stunde war genauso anstrengend, wie vorher Italienisch, da er in schnellem Franzoesisch ueber ein Buch sprach, das wir Deutschen nicht besassen und natuerlich auch nicht (wie die anderen Schueler) in den Ferien gelesen hatten. Trotzdem hoerten wir brav zu uns schrieben die Tafelbilder ab, auch wenn sie uns nur halb verstaendlich waren. Immerhin schaffte ich es mich dieser Stunde einmal zu melden und ich vermute, dass meine Antwort auch richtig war, was keine schlechte Leistung ist, da in Frankreich, die Schueler nur wenig am Unterrichtsgespraech beteiligt sind und die meiste Zeit der Lehrer einen Vortrag haellt. Noch aufgefallen an diesem Tag ist mir, dass ich eine der juengsten Schuelerin bin, da es eine spezielle Hochschule ist, wo die deutsche 10. Klasse die unterste Jahrgangsstufe ist. Da laeuft alles ein bisschen gesitteter ab und man hat fast das Gefuehl an einer Uni zu sein, sehr komisch:) Als dann der lange Schultag beendet war, fuhr ich mit Clémence mit der Tram (Strassenbahn) zur Universitaet, wo ihr Vater arbeitet und der nahm uns dann mit nach Hause, wo ich erschoepft in mein Bett fiel.


Ich habe eine Schultuete geschenkt bekommen!

Mein Stundenplan

Montag, 31. August 2009

Villiers sur Suize

Hallo an alle!
Ich berichte jetzt mal ueber meine Ferienwoche im Zweithaus in Villiers sur Suize. Villiers liegt suedoestlich von Paris und ist ein kleines Dorf in der Naehe von Chaumont und Angers. Das Dorf ist meiner Meinung nach groesser und huebscher als La Chapelle Sainte Fray und das Beste war fuer mich, dass es einen Reitstall im Dorf gibt :)
Auf die Reise haben wir (Clémence, Nicolas, Cyprien und ich) uns gemacht am Mittwoch, den 19. August. Wir sind ziemlich frueh losgefahren, weil es an dem Tag mal wieder sehr heiss werden sollte und da ist ein Tag im Auto nicht das angenehmste. Die Reise war wirklich sehr lang, auf dem Weg sind wir noch durch Orléans gekommen und haben dort eine kleine Mittagspause eingelegt, die Stadt ist sehr schoen. Als wir dann endlich nachmittags um fuenf in dem Ferienhaus angekommen sind, war ich ziemlich kaputt von der Reise und habe mich erstmal ein bisschen ausgeruht. Das Haus ist sehr alt und steht den Rest des Jahres leer, was den Staub und die Spinnenweben erklaert. Es gab sehr viel alte Moebel und in den Truhen auf dem Dachboden liessen sich immer wieder merkwuerdige Sachen hervorzaubern ;) Das lustigste war eine Sammlung alter Huete, es waren Soldatenhelme, Chinahuete, Russenkappen, Strohhuete und Huete aus Napoleons Zeitalter dabei, wir hatten sehr viel Spass beim Ausprobieren und als wir mit denen eine Runde durchs Dorf gedreht haben haben uns die Leute leicht auffaellig angeguckt :)
Waehrend der Woche in Villiers haben wir viele Staedte angeguckt oder Freunde der Familie besucht, was nicht immer spannend war, dafuer hab ich jetzt ein bisschen mehr von Frankreich gesehen. Wie ich ja schon gesagt habe gibt es einen Reitstall im Dorf, wo wir gleich Donnerstagmorgen hingegangen sind um zu fragen ob ich nicht ein- oder zweimal reiten koennte. Die Reitlehrerin (und gleichzeitig Chefin des Hofes) hatte kein Problem damit und so verabredeten wir uns auf Freitagvormittag um einen kleinen Ausritt zu machen. Als ich denn Freitag aufwachte guckte ich aus dem Fenster und sah das es regnete... Zwei Wochen Sonnenschein und an dem einzigen Tag wo es gut haette sein sollen regnete es. Mal wieder typisch ;) Aber daraus machte ich mir nichts und machte mich auf den Weg. Als ich da war holte ich mit einigen Schuelern die Pferde auf denen wir reiten sollten, ich bekam eine Stute, ca. 1,55m gross und sehr zierlich, die mir gleich sympathisch war. Als es dann losging regnete es noch staerker und wir alle waren gleich pitschnass, aber das war mir egal, denn ich sass ja endlich wieder auf einem Pferd! Der Ausritt hat sehr viel Spass gemacht, wir sind durch riesige Waelder getrabt und galoppiert und haben einmal sogar einen kleinen Sprung genommen. Als wir wieder auf dem Hof waren sattelten wir ab und Clémence holte mich wieder ab.
Am Wochenende besuchten wir dann ein Teil der Familie von Clémence (wie genau sie verwandt sind hab ich vergessen oder nicht ganz verstanden). Wir haben bei einem aelteren Ehepaar und deren Sohn mit seiner Frau und ihren zwei Soehnen ausgiebig Mittag gegessen (sage und schreibe 2 1/2 Stunden!) und sind dann an den See Vildusien gefahren, auf dem wir (Clémence, Cyprien und ich) dann eine kleine Bootstour mit einer winzigen Barke gemacht haben :) Danach sind wir wieder zum Haus des Ehepaars gefahren und haben dort einen Aperitiv genommen. Es kamen noch zwei Freundinnen vorbei, die gerade aus ihrem Deutschlandurlaub wiedergekommen sind und haben mit mir natuerlich viel berichtet. Der Tag war sehr nett, wir haben viel geredet und gelacht :)
Montag bin ich dann wieder reiten gegangen, es stand ein Tagesausritt mit Picknick an auf den wir uns alle sehr freuten. Dieses Mal haben wir es etwas ruhiger angehen lassen, wir mussten ja noch den ganzen Tag auf dem Pferd verbringen, aber es war trotzdem sehr schoen und ich hab mir leider einen kleinen Sonnenbrand zugezogen, der Preis fuer das tolle Wetter ;) Gepicknickt haben wir auf einer kleinen Wiese am Ufer der Suize, wir haben die Pferde abgesattelt und laufen gelassen und uns selber die Satteldecken genommen und unser Picknick gegessen. Als dann alle fertig waren kamen irgendwelche kleinen Kinder auf die Idee, dass warmes Wetter, Plastikflaschen und ein Fluss sich perfekt fuer eine Wasserschlacht eignen und das Ergebnis war, dass dann 10 nasse Reiter auf ihren Pferden den Heimritt angetreten haben. Abends war ich dann sehr muede und konnte gut schlafen.
Dienstag war dann der letzte Tag in Villiers und ich konnte noch eine Stunde Dressur auf dem Reitplatz des Hofes geniessen und musste ich leider von den neugewonnenen Frenden verabschieden.. Mittwoch packten wir dann unsere Koffer und fuhren wieder 5 lange Stunden nach Hause.
See Vildusien

Teil des Place Stanislas in Nancy

Blick aus dem Auto auf Champagner-Felder

Ich in dem Wald Tufière in der Naehe von Villiers

Cyprien vor dem Haus

Montag, 17. August 2009

Ein typischer Tag

Hallo ihr Lieben, ich berichte euch jetzt mal wie ein typischer Tag hier aussieht.
Es beginnt damit, dass ich so lange schlafen kann wie ich moechte :) Das ist sehr positiv, denn die letzten Wochen in Deutschland bin ich nicht wirklich dazu gekommen viel zu schlafen, die Abschiedsfeiern und das Organisieren der Reise hatte Vorrang. Wenn ich dann so gegen 10 oder 11 Uhr aus meinem Bett krieche ziehe ich mich an und mache mich im Bad fertig. Dann gibts Fruehstueck, was (zum Glueck) aus meinem geliebten Joghurt mit Muesli besteht. Dann hab ich Zeit um E-Mails zu schreiben oder gelegentlich mein Zimmer aufzuraeumen. Danach helfe ich Clémence und Alexandra (ihre Mutter) das Mittagessen zuzubereiten und den Tisch aufzudecken. Wenn dann alle am Tisch versammelt sind beginnt das Essen meistens mit einem Salat (gruen oder aus Tomaten) und Brot mit einem landestypischen Aufstrich. Getrunken wird kaltes und sehr erfrischendes Leitungswasser. Der Hauptgang des Mittagessens besteht aus einer warmen Speise, in der gegen meine Gewohnheit kein Gemuese vorhanden ist und mir bis jetzt immer sehr gut geschmeckt hat. Danach wird abgerauemt und der Kaese kommt auf den Tisch. Den isst man hier mit Brot oder einfach so. Ausserdem gibt es noch Joghurt und Obst. Dann wird gemeinsam abgeraeumt und besprochen, was am Tag noch so ansteht. Am Nachmittag unternehmen wir meistens Ausfluege in die umliegende Landschaft und gucken uns die sehr schoenen Doerfer und Staedte an. Oder man geht ins Kino nach Le Mans zusammen mit anderen Franzosen und ihren deutschen Austauschschuelern, wo es immer wieder viel Gespraechsstoff gibt. Am Abend wird dann wieder zusammen gekocht, die Mahlzeit ist aehnlich wie das Mittagessen, nur dass es zum Kaese auch noch Wein gibt ;) Ein sehr wichtiges abendliches Ritual ist auch, dass man nach dem Essen einen Film guckt. Das ist immer wieder sehr schoen, besonders, weil ich die Filme aussuchen darf. Danach dusche ich mich, schreibe noch ein paar Mails und falle dann wie tot ins Bett.


La Chapelle Sainte Fray (Blick aus meinem Fenster)

Tilia :)
Kirche von Saint Cénéri le Gerei

Fresnay sur Sarthe

Mont des Avaloires, Aussichtsturm

Sainte Leonard-des-Bois

Mittwoch, 12. August 2009

Ankunft in Frankreich

Gestern machte ich mich auf die Reise nach Frankreich.
Los ging es um sieben Uhr. Um acht waren wir dann am Hauptbahnhof in Hamburg und warteten auf den Zug. Dieser kam drei Minuten frueher, aber wir dachten uns nichts dabei und ich stieg ein. Mama und Papa halfen mir die Koffer reinzutragen. Leider hielt der Zug nicht sehr lange und ploetzlich gingen die Tueren zu. Jetzt hatten wir ein Problem. Jakob wartete mit Katharina auf dem Bahnsteig und fing schon an zu weinen, weil Mama und Papa nicht mehr aus dem Zug ausstiegen. Der naechste Halt des Zugs war Hamburg - Harburg und Papa rief Katharina an, dass sie dort aussteigen wuerden und dass Katharina mit Jakob im Hbf auf sie warten sollte. Als wir dann losfuhren bemerkten wir, dass der Zug eine andere Nummer hatte, als auf meiner Fahrkarte draufstand, also fragte ich den Schaffner, der uns dann sagte, dass ich im falschen Zug war. Na super! Allerdings sollte ich in Hannover aussteigen, der naechste Zug waere der richtige, da hatte ich nochmal Glueck gehabt. Ich verabschiedete mich also von Mama und Papa in Harburg und fuhr weiter nach Hannover, wo ich dann in meinen (richtigen:)) Zug stieg. Das naechste Mal umsteigen musste ich in Karlsruhe. Dort hatte ich dann statt 30 nur noch 10 Minuten zum umsteigen, was aber nicht besonders schlimm war. Als ich dann im TGV in Richtung Paris war, konnte ich meine Franzoesischkenntnisse zum ersten Mal beim Bestellen eines Joghurts einsetzen :D Als ich in Paris ankam konnte ich nicht mehr sitzen und war allgemein nicht sehr wach. Allerdings empfingen mich Clémence, ihr Bruder Vivien und ihr Vater Nicolas sehr herzlich und ich freute mich darauf zu ihnen nach Hause zu fahren. Daraus wurde noch nichts, wir fuhren zuerst zum Montparnasse, das ist ein ca. 200m hoher Turm von dem man ganz Paris aus sehen kann. Die Aussicht war sehr schoen und ich habe auch sehr viele Fotos gemacht :) Als wir uns alles angeguckt hatten, stiegen wir in einen TGV nach Le Mans (Stadt, in der auch meine Schule ist). Dort hatte der Vater sein Auto geparkt und wir fuhren damit in das Dorf, wo Familie Joly wohnt und das La Chapelle Sainte Fray heisst. Die Ankunft war sehr schoen, es gibt einen grossen Garten und mein Zimmer ist auch sehr nett, obwohl das Haus im Moment renoviert wird. Als ich meine Sachen verstaut hatte assen wir Abendbrot und gingen danach muede ins Bett.
Eiffelturm vom Montparnasse aus fotografiert

Mein Zimmer