Donnerstag, 29. Oktober 2009

Paris, je t'aime

Bonjour tout le monde!
Das letztes Wochenende habe ich mit Clémence zusammen in Paris verbracht. Da sie Samstagvormittag noch Unterricht hatte konnte ich ausschlafen und in Ruhe meine Sachen packen, um dann am späten Nachmittag in Le Mans in den Zug zu steigen. Nach zwei Stunden waren wir dann am Bahnhof Paris-Montparnasse angekommen und nahmen die Métro um zu einer Verwandten der Familie zu
fahren. Diese Verwandte hiess Geneviève und wohnte in einem Hochhaus in der ersten Etage. Dort wurden wir herzlich begrüsst und assen zu dritt Abendbrot. Danach ging es ins Theater und zwar in die comédie française, ein kleines, aber sehr edles Theater, wo wir das deutsche Stück figaro divorce (Figaros Scheidung) anguckten. Natürlich war es auf französisch, aber ich habe trotzdem relativ viel verstanden und es hat uns allen sehr gefallen. Nach dem Theater machten wir noch einen nächtlichen Spaziergang durch Paris und konnten sehr gut die Schaufenster der teuren Läden betrachten. Um eins waren wir dann wieder bei der Wohnung und fielen tot ins Bett. Am nächsten Morgen wurden Clémence und ich dann schon um acht von Geneviève geweckt, aber das war nicht weiter schlimm, weil in der Nacht ja die Zeit umgestellt wurde. Wir frühstückten dann schnell, packten unsere Sachen und wurden von Geneviève zu anderen Verwandten von der Familie Joly gebracht. Es war ein älteres Ehepaar, der Mann war der Bruder von Clémences Opa (Michel), die sehr nett waren, beide Michel(le) hiessen und auch grade ihre kleine Enkelin zu Besuch hatten. Wir redeten eine Weile und dann machten Clémence und ich uns auf den Weg um die grosse Stadt zu erkunden. Natürlich nahmen wir wieder die Métro (anders kann man in Paris auch nicht von A nach B kommen) und fuhren zur Notre-Dame und besichtigten sie. Danach gingen wir weiter zum Rathaus, was nicht weit ist, bummelten durch die kleinen Strassen und kauften Postkarten und weitere Souvenirs. Danach nahmen wir wieder die Métro um zum Louvre zu fahren. Dort assen wir dann ein Sandwich zu Mittag und besuchten die grosse Kunstausstellung. Ich habe auch die Mona Lisa gesehen und nette Fotos gemacht. Nach dem Museum waren wir ziemlich kaputt und meine Füsse taten auch schon ein wenig weh, aber da wir nur vier Tage in Paris waren ging es gleich weiter mit dem Eiffelturm. Ich fühlte mich etwas verloren als wir darunter standen, er ist wirklich gross! Es war sehr beeindruckend und ich habe wieder wunderschöne Fotos gemacht. Wir sind dann aber nicht auf den Turm raufgefahren, da es eine riesige Schlange gab und wir keine Lust hatten zwei Stunden zu warten. Stattdessen gingen wir zu Fuss zum grossen und kleinen Palast, die sich beide am Ufer der Seine befinden und genau gegenüber liegen. Auch hier besichtigten wir die Gebäude nur von aussen, da wir nicht mehr sehr viel Zeit hatten und noch in einer Bäckerrei einen Kuchen für das Abendessen kaufen wollten. Das hatten wir dann erledigt und fuhren mit der Métro zu den Michels zurück. Nach einem mal wieder sehr guten Abendbrot schlugen die Michels vor am Abend noch mit dem bateau mouche eine Rundfahrt auf der Seine zu machen. Wir waren alle begeistert und machten uns um halb zehn auf den Weg. Die Rundfahrt war wirklich toll, man konnte sehr gut das nächtlich beleuchtete Paris bewundern und auch der Eiffelturm war nett anzusehen. Montagmorgen schliefen wir dann ein bisschen länger, der Sonntag war etwas anstrengend gewesen, aber nach dem Frühstück gingen Clémence und ich gleich wieder in die Stadt. Zuerst machten wir einen Spaziergang an der Seine und durchquerten den Jardin des Plantes und gingen dann durch einige hübsche Viertel zu den Galeries Lafayette. Die Galeries Lafayette sind ein grosses Einkaufszentrum, wo sämtliche teure Marken wie Gucci, Dolce&Gabbana, Prada, Chanel und weitere ihre Sachen anboten und es war sehr amüsant sich vorzustellen was man sich alles kaufen würde, wenn man viel Geld hätte. Danach ging es weiter mit den Printemps, auch ein Einkaufszentrum mit teuren Marken und einigen grossen Einkaufsstrassen wo ich dann auch das eine oder andere Teil kaufte. Zwischendurch ruhten wir uns in Cafés aus und beobachteten die vielen Touristen die bei dem guten Wetter Paris besichtigten. Am frühen Abend machten wir uns auf den Heimweg und hatten ein paar Stunden zum Ausruhen, Lesen... Nach dem Abendbrot machten wir dann einen kleinen Rundgang mit Michelle (der Frau) und der Enkelin Daphné durch das Viertel indem sie wohnten. Dienstagmorgen ging es wieder früh los, wir packten schon morgens unsere Koffer und machten uns ein letztes Mal mit der Métro auf den Weg ins Zentrum. Dort besichtigten wir dann die Champs-Elysées mit den ganzen teuren Läden, den Arc de Triomphe und einen Platz mit Schmuckläden, die man nur betreten durfte wenn man sehr teuer gekleidet war oder schon Stammkunde war. Also guckten wir uns nur die Schaufenster an, die auch viel zu bieten hatten :) Auf dem Heimweg zu den Michels machten wir Halt bei einem weiteren Einkaufszentrum, das ein wenig dem Herold-Center ähnelte. Dann holten wir unsere Koffer ab und fuhren wieder zum Gare-Montparnasse, wo unser Zug nach Le Mans fuhr.
Jetzt geniesse ich noch eine nette Ferienwoche zuhause und packe auch bald wieder meine Koffer um zurück nach Deutschland zu fahren! Insgesamt war meine Zeit hier in Frankreich sehr schön, ich habe einen grossen Fortschritt in der Sprache gemacht, so viele nette Leute kennen gelernt und wenn ich nochmal die Gelegenheit bekommen würde würde ich den Austausch auf jeden Fall wiederholen :)

Vor Notre-Dame


Mona Lisa (La Joconde)


Eingangs des Louvre


La Tour Eiffel


Moi, devant la tour Eiffel (Ich vor dem Eiffelturm)


Nächtlich beleuchteter Eiffelturm


Kuppel der Galeries Lafayette


Arc de Triomphe


Auf einer Brücke der Seine

Samstag, 10. Oktober 2009

Nouvelles de la France

Hallo alle zusammen!
Ich dachte jetzt ist es langsam mal wieder an der Zeit einen kleinen Eintrag zu schreiben ;) Die neuste Neuigkeit ist wohl, dass Oma und Opa Meier und Elli und Erwin Dunkelmann mich am letzten Septemberwochenende besuchen gekommen sind. Es war schön mal wieder Bekannte zu treffen, aber manchmal auch sehr ungewohnt alles übersetzen zu müssen. Ansonsten gehts mir hier in Frankreich immer noch gut und im ganzen hat sich nicht viel verändert. Nach 6 Wochen Schule hab ich mich schon einigermassen eingewöhnt und hab jetzt auch Kontakt mit den anderen Mitschülern, die alle älter sind als ich, ungefähr 17-18 Jahre. Der Unterricht ist inzwischen etwas langweilig geworden, ich verstehe zwar immer mehr, aber die Themen sind fast alle ein bisschen zu anspruchsvoll und dadurch mache ich in den Stunden Arbeitsaufträge aus Deutschland, die natürlich auch irgendwann fertig sind. Aber trotz der Langeweile während des Unterrichts gefällt mir die Schule sehr gut, das Mittagessen ist sehr lecker und man kann dann auch immer gut mit den anderen Deutschen reden, mit denen ich nicht in einer Klasse bin. Da Clémence meistens später Schluss hat als ich gehe ich nach Schulschluss mit Arne (er ist auch in Deutschland in meiner Klasse) in die Stadt zum Shoppen oder wir gucken bei "ihm" zuhause einen Film. Das ist aber auch so ziemlich die einzige Aktivität, die ich ausserhalb der Schule mache und dadurch ist das Leben hier doch etwas ruhiger als zuhause, da ich ja leider nicht einfach in die Stadt fahren kann um mich mit jemandem zu treffen. Dafür ist das Dorf eindeutig zu abgelegen. Auch schade finde ich, dass die Franzosen kein Treffen planen oder zum Beispiel einen Kinobesuch organisieren, obwohl wir in Deutschland ja sehr viel mit ihnen gemacht haben, wir haben uns mindestens einmal pro Woche mit allen "Austauschpaaren" getroffen und Touren nach Hamburg unternommen oder einen netten Grillabend gemacht. Dadurch habe ich vergleichsweise wenig Kontakt mit den anderen Franzosen. Sonst gefällt es mir echt super hier, ich geniesse die viele Freizeit und komme auch endlich mal dazu in Ruhe zu lesen ;) Ich hänge noch ein paar Fotos an, damit ihr seht, wie mein Leben hier so aussieht.


Ein Fenster in der Kathedrale von Le Mans


Alle Deutschen mit der Deutschlehrerin der Schule


Ein Gewitter, das bitter nötig gewesen ist ;)

Der (noch) leere Eingang zur Cantine

Ausblick aus dem Klassenzimmer

Opa vor einem schicken Schlitten im Automuseum von Le Mans

Erwin und Elli Dunkelmann und Opa und Oma Meier besuchen mich in Frankreich

Ein Teil der Altstadt von Le Mans

Ein typisches Mittagessen :)