Hallo an alle!
Ich berichte jetzt mal ueber meine Ferienwoche im Zweithaus in Villiers sur Suize. Villiers liegt suedoestlich von Paris und ist ein kleines Dorf in der Naehe von Chaumont und Angers. Das Dorf ist meiner Meinung nach groesser und huebscher als La Chapelle Sainte Fray und das Beste war fuer mich, dass es einen Reitstall im Dorf gibt :)
Auf die Reise haben wir (Clémence, Nicolas, Cyprien und ich) uns gemacht am Mittwoch, den 19. August. Wir sind ziemlich frueh losgefahren, weil es an dem Tag mal wieder sehr heiss werden sollte und da ist ein Tag im Auto nicht das angenehmste. Die Reise war wirklich sehr lang, auf dem Weg sind wir noch durch Orléans gekommen und haben dort eine kleine Mittagspause eingelegt, die Stadt ist sehr schoen. Als wir dann endlich nachmittags um fuenf in dem Ferienhaus angekommen sind, war ich ziemlich kaputt von der Reise und habe mich erstmal ein bisschen ausgeruht. Das Haus ist sehr alt und steht den Rest des Jahres leer, was den Staub und die Spinnenweben erklaert. Es gab sehr viel alte Moebel und in den Truhen auf dem Dachboden liessen sich immer wieder merkwuerdige Sachen hervorzaubern ;) Das lustigste war eine Sammlung alter Huete, es waren Soldatenhelme, Chinahuete, Russenkappen, Strohhuete und Huete aus Napoleons Zeitalter dabei, wir hatten sehr viel Spass beim Ausprobieren und als wir mit denen eine Runde durchs Dorf gedreht haben haben uns die Leute leicht auffaellig angeguckt :)
Waehrend der Woche in Villiers haben wir viele Staedte angeguckt oder Freunde der Familie besucht, was nicht immer spannend war, dafuer hab ich jetzt ein bisschen mehr von Frankreich gesehen. Wie ich ja schon gesagt habe gibt es einen Reitstall im Dorf, wo wir gleich Donnerstagmorgen hingegangen sind um zu fragen ob ich nicht ein- oder zweimal reiten koennte. Die Reitlehrerin (und gleichzeitig Chefin des Hofes) hatte kein Problem damit und so verabredeten wir uns auf Freitagvormittag um einen kleinen Ausritt zu machen. Als ich denn Freitag aufwachte guckte ich aus dem Fenster und sah das es regnete... Zwei Wochen Sonnenschein und an dem einzigen Tag wo es gut haette sein sollen regnete es. Mal wieder typisch ;) Aber daraus machte ich mir nichts und machte mich auf den Weg. Als ich da war holte ich mit einigen Schuelern die Pferde auf denen wir reiten sollten, ich bekam eine Stute, ca. 1,55m gross und sehr zierlich, die mir gleich sympathisch war. Als es dann losging regnete es noch staerker und wir alle waren gleich pitschnass, aber das war mir egal, denn ich sass ja endlich wieder auf einem Pferd! Der Ausritt hat sehr viel Spass gemacht, wir sind durch riesige Waelder getrabt und galoppiert und haben einmal sogar einen kleinen Sprung genommen. Als wir wieder auf dem Hof waren sattelten wir ab und Clémence holte mich wieder ab.
Am Wochenende besuchten wir dann ein Teil der Familie von Clémence (wie genau sie verwandt sind hab ich vergessen oder nicht ganz verstanden). Wir haben bei einem aelteren Ehepaar und deren Sohn mit seiner Frau und ihren zwei Soehnen ausgiebig Mittag gegessen (sage und schreibe 2 1/2 Stunden!) und sind dann an den See Vildusien gefahren, auf dem wir (Clémence, Cyprien und ich) dann eine kleine Bootstour mit einer winzigen Barke gemacht haben :) Danach sind wir wieder zum Haus des Ehepaars gefahren und haben dort einen Aperitiv genommen. Es kamen noch zwei Freundinnen vorbei, die gerade aus ihrem Deutschlandurlaub wiedergekommen sind und haben mit mir natuerlich viel berichtet. Der Tag war sehr nett, wir haben viel geredet und gelacht :)
Montag bin ich dann wieder reiten gegangen, es stand ein Tagesausritt mit Picknick an auf den wir uns alle sehr freuten. Dieses Mal haben wir es etwas ruhiger angehen lassen, wir mussten ja noch den ganzen Tag auf dem Pferd verbringen, aber es war trotzdem sehr schoen und ich hab mir leider einen kleinen Sonnenbrand zugezogen, der Preis fuer das tolle Wetter ;) Gepicknickt haben wir auf einer kleinen Wiese am Ufer der Suize, wir haben die Pferde abgesattelt und laufen gelassen und uns selber die Satteldecken genommen und unser Picknick gegessen. Als dann alle fertig waren kamen irgendwelche kleinen Kinder auf die Idee, dass warmes Wetter, Plastikflaschen und ein Fluss sich perfekt fuer eine Wasserschlacht eignen und das Ergebnis war, dass dann 10 nasse Reiter auf ihren Pferden den Heimritt angetreten haben. Abends war ich dann sehr muede und konnte gut schlafen.
Dienstag war dann der letzte Tag in Villiers und ich konnte noch eine Stunde Dressur auf dem Reitplatz des Hofes geniessen und musste ich leider von den neugewonnenen Frenden verabschieden.. Mittwoch packten wir dann unsere Koffer und fuhren wieder 5 lange Stunden nach Hause.
Montag, 31. August 2009
Montag, 17. August 2009
Ein typischer Tag
Hallo ihr Lieben, ich berichte euch jetzt mal wie ein typischer Tag hier aussieht.
Es beginnt damit, dass ich so lange schlafen kann wie ich moechte :) Das ist sehr positiv, denn die letzten Wochen in Deutschland bin ich nicht wirklich dazu gekommen viel zu schlafen, die Abschiedsfeiern und das Organisieren der Reise hatte Vorrang. Wenn ich dann so gegen 10 oder 11 Uhr aus meinem Bett krieche ziehe ich mich an und mache mich im Bad fertig. Dann gibts Fruehstueck, was (zum Glueck) aus meinem geliebten Joghurt mit Muesli besteht. Dann hab ich Zeit um E-Mails zu schreiben oder gelegentlich mein Zimmer aufzuraeumen. Danach helfe ich Clémence und Alexandra (ihre Mutter) das Mittagessen zuzubereiten und den Tisch aufzudecken. Wenn dann alle am Tisch versammelt sind beginnt das Essen meistens mit einem Salat (gruen oder aus Tomaten) und Brot mit einem landestypischen Aufstrich. Getrunken wird kaltes und sehr erfrischendes Leitungswasser. Der Hauptgang des Mittagessens besteht aus einer warmen Speise, in der gegen meine Gewohnheit kein Gemuese vorhanden ist und mir bis jetzt immer sehr gut geschmeckt hat. Danach wird abgerauemt und der Kaese kommt auf den Tisch. Den isst man hier mit Brot oder einfach so. Ausserdem gibt es noch Joghurt und Obst. Dann wird gemeinsam abgeraeumt und besprochen, was am Tag noch so ansteht. Am Nachmittag unternehmen wir meistens Ausfluege in die umliegende Landschaft und gucken uns die sehr schoenen Doerfer und Staedte an. Oder man geht ins Kino nach Le Mans zusammen mit anderen Franzosen und ihren deutschen Austauschschuelern, wo es immer wieder viel Gespraechsstoff gibt. Am Abend wird dann wieder zusammen gekocht, die Mahlzeit ist aehnlich wie das Mittagessen, nur dass es zum Kaese auch noch Wein gibt ;) Ein sehr wichtiges abendliches Ritual ist auch, dass man nach dem Essen einen Film guckt. Das ist immer wieder sehr schoen, besonders, weil ich die Filme aussuchen darf. Danach dusche ich mich, schreibe noch ein paar Mails und falle dann wie tot ins Bett.
Es beginnt damit, dass ich so lange schlafen kann wie ich moechte :) Das ist sehr positiv, denn die letzten Wochen in Deutschland bin ich nicht wirklich dazu gekommen viel zu schlafen, die Abschiedsfeiern und das Organisieren der Reise hatte Vorrang. Wenn ich dann so gegen 10 oder 11 Uhr aus meinem Bett krieche ziehe ich mich an und mache mich im Bad fertig. Dann gibts Fruehstueck, was (zum Glueck) aus meinem geliebten Joghurt mit Muesli besteht. Dann hab ich Zeit um E-Mails zu schreiben oder gelegentlich mein Zimmer aufzuraeumen. Danach helfe ich Clémence und Alexandra (ihre Mutter) das Mittagessen zuzubereiten und den Tisch aufzudecken. Wenn dann alle am Tisch versammelt sind beginnt das Essen meistens mit einem Salat (gruen oder aus Tomaten) und Brot mit einem landestypischen Aufstrich. Getrunken wird kaltes und sehr erfrischendes Leitungswasser. Der Hauptgang des Mittagessens besteht aus einer warmen Speise, in der gegen meine Gewohnheit kein Gemuese vorhanden ist und mir bis jetzt immer sehr gut geschmeckt hat. Danach wird abgerauemt und der Kaese kommt auf den Tisch. Den isst man hier mit Brot oder einfach so. Ausserdem gibt es noch Joghurt und Obst. Dann wird gemeinsam abgeraeumt und besprochen, was am Tag noch so ansteht. Am Nachmittag unternehmen wir meistens Ausfluege in die umliegende Landschaft und gucken uns die sehr schoenen Doerfer und Staedte an. Oder man geht ins Kino nach Le Mans zusammen mit anderen Franzosen und ihren deutschen Austauschschuelern, wo es immer wieder viel Gespraechsstoff gibt. Am Abend wird dann wieder zusammen gekocht, die Mahlzeit ist aehnlich wie das Mittagessen, nur dass es zum Kaese auch noch Wein gibt ;) Ein sehr wichtiges abendliches Ritual ist auch, dass man nach dem Essen einen Film guckt. Das ist immer wieder sehr schoen, besonders, weil ich die Filme aussuchen darf. Danach dusche ich mich, schreibe noch ein paar Mails und falle dann wie tot ins Bett.
Mittwoch, 12. August 2009
Ankunft in Frankreich
Gestern machte ich mich auf die Reise nach Frankreich.
Los ging es um sieben Uhr. Um acht waren wir dann am Hauptbahnhof in Hamburg und warteten auf den Zug. Dieser kam drei Minuten frueher, aber wir dachten uns nichts dabei und ich stieg ein. Mama und Papa halfen mir die Koffer reinzutragen. Leider hielt der Zug nicht sehr lange und ploetzlich gingen die Tueren zu. Jetzt hatten wir ein Problem. Jakob wartete mit Katharina auf dem Bahnsteig und fing schon an zu weinen, weil Mama und Papa nicht mehr aus dem Zug ausstiegen. Der naechste Halt des Zugs war Hamburg - Harburg und Papa rief Katharina an, dass sie dort aussteigen wuerden und dass Katharina mit Jakob im Hbf auf sie warten sollte. Als wir dann losfuhren bemerkten wir, dass der Zug eine andere Nummer hatte, als auf meiner Fahrkarte draufstand, also fragte ich den Schaffner, der uns dann sagte, dass ich im falschen Zug war. Na super! Allerdings sollte ich in Hannover aussteigen, der naechste Zug waere der richtige, da hatte ich nochmal Glueck gehabt. Ich verabschiedete mich also von Mama und Papa in Harburg und fuhr weiter nach Hannover, wo ich dann in meinen (richtigen:)) Zug stieg. Das naechste Mal umsteigen musste ich in Karlsruhe. Dort hatte ich dann statt 30 nur noch 10 Minuten zum umsteigen, was aber nicht besonders schlimm war. Als ich dann im TGV in Richtung Paris war, konnte ich meine Franzoesischkenntnisse zum ersten Mal beim Bestellen eines Joghurts einsetzen :D Als ich in Paris ankam konnte ich nicht mehr sitzen und war allgemein nicht sehr wach. Allerdings empfingen mich Clémence, ihr Bruder Vivien und ihr Vater Nicolas sehr herzlich und ich freute mich darauf zu ihnen nach Hause zu fahren. Daraus wurde noch nichts, wir fuhren zuerst zum Montparnasse, das ist ein ca. 200m hoher Turm von dem man ganz Paris aus sehen kann. Die Aussicht war sehr schoen und ich habe auch sehr viele Fotos gemacht :) Als wir uns alles angeguckt hatten, stiegen wir in einen TGV nach Le Mans (Stadt, in der auch meine Schule ist). Dort hatte der Vater sein Auto geparkt und wir fuhren damit in das Dorf, wo Familie Joly wohnt und das La Chapelle Sainte Fray heisst. Die Ankunft war sehr schoen, es gibt einen grossen Garten und mein Zimmer ist auch sehr nett, obwohl das Haus im Moment renoviert wird. Als ich meine Sachen verstaut hatte assen wir Abendbrot und gingen danach muede ins Bett.
Los ging es um sieben Uhr. Um acht waren wir dann am Hauptbahnhof in Hamburg und warteten auf den Zug. Dieser kam drei Minuten frueher, aber wir dachten uns nichts dabei und ich stieg ein. Mama und Papa halfen mir die Koffer reinzutragen. Leider hielt der Zug nicht sehr lange und ploetzlich gingen die Tueren zu. Jetzt hatten wir ein Problem. Jakob wartete mit Katharina auf dem Bahnsteig und fing schon an zu weinen, weil Mama und Papa nicht mehr aus dem Zug ausstiegen. Der naechste Halt des Zugs war Hamburg - Harburg und Papa rief Katharina an, dass sie dort aussteigen wuerden und dass Katharina mit Jakob im Hbf auf sie warten sollte. Als wir dann losfuhren bemerkten wir, dass der Zug eine andere Nummer hatte, als auf meiner Fahrkarte draufstand, also fragte ich den Schaffner, der uns dann sagte, dass ich im falschen Zug war. Na super! Allerdings sollte ich in Hannover aussteigen, der naechste Zug waere der richtige, da hatte ich nochmal Glueck gehabt. Ich verabschiedete mich also von Mama und Papa in Harburg und fuhr weiter nach Hannover, wo ich dann in meinen (richtigen:)) Zug stieg. Das naechste Mal umsteigen musste ich in Karlsruhe. Dort hatte ich dann statt 30 nur noch 10 Minuten zum umsteigen, was aber nicht besonders schlimm war. Als ich dann im TGV in Richtung Paris war, konnte ich meine Franzoesischkenntnisse zum ersten Mal beim Bestellen eines Joghurts einsetzen :D Als ich in Paris ankam konnte ich nicht mehr sitzen und war allgemein nicht sehr wach. Allerdings empfingen mich Clémence, ihr Bruder Vivien und ihr Vater Nicolas sehr herzlich und ich freute mich darauf zu ihnen nach Hause zu fahren. Daraus wurde noch nichts, wir fuhren zuerst zum Montparnasse, das ist ein ca. 200m hoher Turm von dem man ganz Paris aus sehen kann. Die Aussicht war sehr schoen und ich habe auch sehr viele Fotos gemacht :) Als wir uns alles angeguckt hatten, stiegen wir in einen TGV nach Le Mans (Stadt, in der auch meine Schule ist). Dort hatte der Vater sein Auto geparkt und wir fuhren damit in das Dorf, wo Familie Joly wohnt und das La Chapelle Sainte Fray heisst. Die Ankunft war sehr schoen, es gibt einen grossen Garten und mein Zimmer ist auch sehr nett, obwohl das Haus im Moment renoviert wird. Als ich meine Sachen verstaut hatte assen wir Abendbrot und gingen danach muede ins Bett.
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